Archiv für: 2007
Licht aus! Für unser Klima.
Inappesi
Letztes Wochenende war in Pistoia die Eröffnung einer weiteren, großartigen Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Prädikat: lohnenswert!
Ein paar Eindrücke zeigt die Dokumentation of Sergio Guarguaglini.
Ebenso das "Forum “Inappesi Inaugurazione” tutte le foto di Antonella Sassanelli"
Von mir sind meine beiden neuesten Gemälde zu sehen. Leider reichen die Fotos kaum an die leuchtenden Farben der Originale heran
Beide Bilder sind Teil der "Pistoia Liebeslieder". Rechts: "Whole lotta Love", links: "Love is in the Air". Die Assoziation mit den Musiktiteln stellte sich erst im Nachhinein ein - gehört habe ich gänzlich andere Musik
Kunststimmen gegen Armut
Mit der jüngst ins Leben gerufenen Aktion KUNSTSTIMMEN GEGEN ARMUT rufen Künstler aus ganz Deutschland auf, ein Zeichen gegen die fortschreitende Armut in Deutschland setzen. Alle Menschen in Deutschlands sind aufgerufen, ein durch sie geschaffenes Werk ab dem Stichtag 15. November 2007 nach Berlin zu senden. Auf unterschiedlichste Werke zum Thema Armut, Hartz IV, daraus resultierenden Emotionen sowie zur Frage “Sind wir Deutschland?” durfte und darf sich die Kanzlerin seither freuen. Die Aktion läuft unbefristet weiter.
Von mit hat die Kanzlerin einen hochwertigen Kunstdruck von "From the Centre (Aus der Mitte) erhalten. 'Aus der Mitte' meint keineswegs eine politische sonden ein persönliche Position. Aus der Mitte heraus mit Klarsicht, Einsicht, Hellsicht, Weitsicht verantwortungsbewusstes Handeln bewirken. Aus der Mitte heraus für soziales Gleichgewicht eintreten.
Ausstellungseröffnung in Pistoia
Ein paar Impressionen von der Gruppenausstellung zeitgenössischer Kunst "Mostra d'arte contemporanea città di Pistoia" in Pistoia (Stadt). Die Ausstellung läuft noch bis 15. September - Vorbeischauen lohnt sich!
Auf die Beine gestellt mit sehr viel Engagement und noch mehr leidenschaftlichem Herzblut von Piero Ceragioli.
Die Fotos verdanke
ich Giovanni Morgia (www.equilibriarte.org/giovannimorgia, www.artistidiroma.it/morgia.htm).
KünstlerInnen: Rossorame A. Pagliarello, Nabil Al-Zein, Alessandro Andreuccetti, Sara Aprigliano, Massimo Bardi, Carla Carmo, Enzo Correnti, Francesca Dantes, Giacomina Di Bello, Domenico Di Caterino, Elena Faralli, Maria Da Gloria Fernandes, Danilo Fresu, Antonella Iurilli Duhamel, Doris B. Lambling, Teresa Susy Manzo, Piero Mascaro, Kim Molinero, Giovanni Morgia, Alessandro Paolini, Alexandre Reigada, Catia Rodrigues, Paolo Salvadori, Lucia Sandroni, Robert Schwarz
curated by: Piero Ceragioli
Ausstellung zeitgenössischer Kunst - und ich bin dabei :)
Drei meiner Bilder werden auf der Ausstellung "Arte contemporanea citta di Pistoia " (Italien) gezeigt.
Meine Wahl fiel auf die drei neben dem Plakat.
Ich hab grad irren Erfolg
mit meinen Bildern - sie tauchen derzeit inflationär in irgendwelchen
(deutsche Ausgaben) auf. Meist noch in 'communities', die mir sowas, von zuwider laufen, bäh
Leider missachten all diese unerwarteten 'Fans' die Spielregeln meines copyrights und darauf reagier ich leicht verstimmt. Als ob es zu viel verlangt ist, wenigstens dazu zu schreiben, woher das Bild stammt, das man sich grad zu eigen macht.
Bangemachen gilt nicht
Vermutlich steckt so ein kleiner 'Widerporst' in mir, der mit liebevoll-bissig verschmitzter Freude, solche 'wilden' Gesichter hervorbringt.
Anfangs war da meine lustlos träg-traurige Stimmung; ein sehr persönlicher, inneres Trübsal blasender, Quälgeist.
Es wandelte sich just in dem Moment, als die verschwimmende Augenpartie mir Laune auf eine 'diabolische' Fratze machte. Unvermutet und unverhohlen kroch mir aus diesem Bild der Serie "Gesichter und Masken 2007" vor allem der Archetypus "Angst" hervor.
Ob Wut, Vorurteile, Neid, Eifersucht, Ehr-/Geiz, Gier, Trauer,... - selbst Größenwahn, Verfolgungswahn allemal - hinter all diesen verteufelt starken Emotionen brodelt nichts anderes als blanke Angst. Angst hat viele Gesichter und versteckt sich hinter vielen Masken. Sie trübt unseren Blick, vernebelt unser vernunftbegabtes Gehirn und bringt uns dazu Unfassliches zu begehen - sei's Monströses, sei's Grandioses.
Ingmar Bermgann, der gestern starb, soll gesagt haben: Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle. Die Angst setzt die Grenzen. Es gibt jede Menge Situationen in denen wir erleichtert und euphorisiert aufatmen, weil wir Angst überwunden haben. Und andere in denen wir mit blankem Entsetzen erkennen (hoffentlich erkennen?!), wozu Angst uns Menschen treiben kann.
Anrührend
meist erfreut mich das Schlusslicht der Tagesschau mit heiter-skurrilen Kuriositäten aus aller Welt. Ob die wissenschaftliche(n) Antwort(ver)suche für die beste Position des WC-Deckels oder der Virus zum Downloaden oder Charakterstudien zum Käse oder erstaunliche Gesetze in den USA oder... meist Meldungen mit hohem Spaßfaktor.
Die heutige Geschichte von Kater Oscar rührt an und stimmt nachdenklich. Oscar ahnt den Tod voraus - mag sein, biochemische Prozesse erklären, wie dieses Tier das unmittelbar bevorstehende Ende erkennt. Warum Oscar gerade Menschen aufsucht und bis zu deren letzten Atemzug bei ihnen liegt, während sie die Schwelle vom Leben zum Tod überschreiten, entzieht sich nach meinem Empfinden der rein naturwissenschaftlichen Deutung.
Vermutlich könnte eine beobachtende Analyse der gesamten Mensch-Tier-Interaktion das Geheimnis lüften. Als ob's darauf ankäme. Diese Katze unterstützt und tröstet mit ihrer AnWesenheit Sterbende, Angehörige und Bedienstete, das allein zählt!
Mir wurde Ehre zuteil
jubelfreu, hab meinen ersten kleinen Kunstpreis erhalten
Ist zwar 'nur' der Ehre halber, tut dennoch gut!
Am Anfang war das Chaos. Danach entstand Gaia
mit ihren breiten Brüsten...

Bild "Gaia Mediation" aus dem Jahr 2005 von Doris B. Lambling
vermutlich beschert mir die Erwähnung von Brüsten wieder eine Schar erstaunter und erstaunlicher BesucherInnen...
Die werden ähnlich staunen wie ich über die hessische Kultusministerin, die allen Ernstes (?!) vorschlägt, die christliche Schöpfungsgeschichte in den Biologie-Unterricht einfließen zu lassen. Vermutlich hat sie mit ihrer innovativen Idee einen neuen NaturGeister-Wissenschaftszweig im Blick?!
Wenn schon, dann plädiere ich dafür weitere Blüten aus dem bunten Strauß von Schöpfungsmythen in die biologische Märchenstunde einzuflechten.
Mehr noch: von den Blüten flugs zu den Blumen und Bienen hin zum Klapperstorch, der ja bekanntlich die kleinen Kindlein bringt - Fortpflanzung ein weiterer Bereich der Biologie, der dank abendländischer Tradition sich mühelos ins Reich der Sagen und Legenden verlegen lässt. Solche 'schöpferischen' Vorschläge, unter Berufung auf die christliche Tradition des Abenlandes, lassen vermuten, dass selbiges noch immer ganz weit hinten, hinterm Mond dahin dämmert..
Alle Völker der Welt haben zu jeder Zeit, an jedem Ort nach Erklärungen ihres woher? warum? wie? wohin? gesucht. Weshalb gerade die christliche Theologie die einzig selig machende Anwort gefunden haben soll, bleibt mir ein Rätsel.
Welchen Unterschied macht es für unser Hiersein heute, ob die Welt vor ca. 2000 Jahren in 7 Tagen oder evolutionär in Jahrmillionen entstand? Was bringt mehr Lebensqualität: Abstammung vom Affen (erlaube mir mal diese plumpe Vereinfachung) oder aus biblischem Urschlamm oder gar Adams Rippe?
Tatsächlich ist es vollkommen unerheblich für unsere Existenz, wer in dieser Frage 'Recht hat/behält'!
Unbegreiiflich wieviel Energie, Zeit und Geld 'gebildete' Menschen in das nutzlose Unterfangen investieren den 'wissenschaftlichen' Wahrheitsgehalt der Bibel zu 'beweisen'. Weder Hunger, Krieg oder Seuchen wird dadurch Einhalt geboten noch wird Klimawandel oder Artensterben aufgehalten - um mal ein paar wesentlich bedeutungsvollere Herausforderungen für menschliches Handeln zu nennen.
Von verbissener Besserwisserei ist unsere Welt, unser Dasein auf Erden - ob Scheibe oder Kugel oder Ellipsoid - noch nie einen Deut besser geworden.
Nachrichten und Vorschläge, die niemand braucht
Der deutsche Innenminister schlägt vor "Gezieltes Töten " Verdächtiger gesetzlich zu legitimieren. Meine spontane erste Reaktion: ein Christ (?!) schlägt vor per Gesetz gegen das fünfte Gebot zu verstoßen. Von all den Stimmen, die sonst so gerne lautstark gegen das 'Töten ungeborenen Lebens' protestieren, ist kein Pieps zu vernehmen...
Wie so oft, bei solch unsäglichen Vorstößen zur Terrorismusbekämpfung drängt sich mir ein Satz auf, den ich zuletzt von Sir Peter Ustinov in einen TV-Interview kurz vor seinem Tod hörte: Terrorismus ist der Krieg der Armen und Krieg ist der Terrorismus der Reichen. Statt an Symptomen zu kurpfuschen, sollten besser die Ursachen geheilt werden. Manchmal wünsche ich mir den gleichen politischen 'Feuer'eifer für die Bekämpfung der Armut in der Welt, wie beim Kampf gegen den Terror. Und wichtiger noch die Bereitschaft ebenso viel Geld und Ressourcen dafür einzusetzen. Oh je, das hieße gar sich noch an die Gebote zwei sowie sieben bis zehn halten. Und am Ende könnt's gar helfen.
Mag sein, ich vereinfache - wie unsere Volksvertreter, wenn sie in die vorgebliche Wundertüte einfacher Lösungsrezepte fassen wollen. Die machen mir mitunter mehr Angst , als die Gefahren vor denen sie uns warnen und 'schützen' wollen.

Bild "Lass mich in Ruhe!" von Doris B. Lambling aus dem Jahr 2004
So kleine Wunder zwischendurch
Gestern war mal wieder Friseurin angesagt. Meine ist übrigens eine Wunderfrau, die ohne ein einziges Wort von mir immer genau weiss, was ich gerade 'oben rum' brauche.
Es ist eine angenehme kleine beschauliche Welt in ihrem Salon - erinnert mehr an Dorfgemeinschaft als an Großstadthektik. Ihr Mann begleitet betagte etwas gebrechlichere Damen zum Salon und wieder nach Haus zurück, das hilft Würde bewahren. Die Einrichtung ist so wunderbar gemütlich, statt modern durchgestylt. Es liegt sehr viel Menschlichkeit in der Luft und legt sich um mich rum. Jedes Mal, während des Haarefärbens, lese ich ein paar Seiten in einem sehr weisen Labyrinthbuch und ich krieg so Laune ein Labyrinth zu durchlaufen. Aufgerafft dazu hab ich mich noch nie.
Immerhin treibt mich ein unbändiger Bewegungsdrang raus in die Wälder. Hab mir die Litermont Gipfeltour vorgenommen. Kurz vor der Ankunft am Ziel Nalbach fällt mein mobiles Navi aus und ich seh mich nach einer kleinen Irrfahrt gezwungen die Karte zu studieren.
Nach einer kleinen Routenkorrektur finde ich problemlos nach Nalbach und mein Instinkt (für Orientierung, kicher) rät auf den Wald zuzuhalten, weil ich ja zu einem Waldparkplatz muss. Verblüfft stelle ich fest, dass mein Instinkt goldrichtig lag.
Wie schon beim Sagenweg verläuft die Tour an ausgesucht schönen Plätzen vorbei, die mit vielen liebens- und staunenswerten Details angereichert sind. Kurz vor Ende folgt die schöne Wanderroute dem Walderlebnispfad und oh Wunder, ich finde doch glatt ein kleines Labyrinth ![]()
Mit kindlicher Freude
bin ich vor kurzem durch's PUK gebummelt.
Eine Besucherin in meinem Alter strahlt mir "Ist das schön hier" entgegen und ich stimme aus tiefster Seele zu. Neben der sehenswerten Sammlung hat mich die Sonderausstellung zu Astrid Lindgrens diesjährigem 100. Geburtstag angelockt.
Noch immer vermag mich die lustige, pfiffige, freche, mutige, verrückte, ungewöhnliche Pippi zu ermutigen und ermuntern einfach drauf los zu leben und jede Menge Spaß dabei zu haben. Pippi steht mehr für "genieße den Augenblick" denn für "nutze den Tag". Je älter ich werde, umso mehr stimme ich ihr da zu! Dieses abenteurliche bärenstarke Mädchen trägt ihr mitfühlendes Herz aus Gold auf der Zunge und am rechten Fleck. Ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn lässt sie Schwächeren beistehen. Mit ihrer Feinfühligkeit versteht sie zugleich 'Fehlgeleitete'. Grenzenloser Optimismus und Urvertrauen pur sind weitere ihrer Markenzeichen. Pippi erklärt sich und uns die Welt so schräg, dass sie geradezu punktgenau den Kern trifft.
Es gibt wohl kaum ein Kind auf der Welt (unseres Kulturkreises), das sie nicht vom ersten Lese-Augenblick an liebt. Oftmals bleibt es bei einer lebenslangen Liebe, die an die nächste Generation weitergegeben wird.
Ihre leicht anarchistische Lebensphilosophie beunruhigte kurz nach dem Erscheinen des Buches manchen Sittenwächter. So lächerlich und unglaublich aus heutger Sicht. Wieso gerade Kinderliteratur mehr Realitätsnähe (wurde unter anderem bemängelt) aufweisen soll, als beispielsweise antike Göttersagen, bleibt mir ein Rätsel.
Unbeschadet dessen, dass wir dazu neigen ein verklärtes Idealbild von kindlicher Naivität und Unschuld auf Kinder jeglichen Alters zu projezieren, mag ich es mich völlig unvereingenommener und ungehemmter Offenheit hinzugeben.
Dem Spieltrieb meines inneren Kindes ungebremst frönen, allen meinen Träumen Flügeln wachsen zu lassen, vor ausgelassener Lebensfreude strahlen,... danach hatte ich seit Wochen gesucht. Dank Astrid Lindgren und ihrer wunderbaren Pippi Langstrumpf und den 100 Puppen, die ihr gratulieren, sprudelte genau das in allerbester Quatschlaune in vielen bunten Farben endlich aus mir raus.
Frei wie ein Vogel
das schätzen auch diese Hühner über alles. Sie gehören zum 'lebenden' Inventar des Freilichtmuseums in Bad Sobernheim. Statt in den sicheren und trockenen, wenn auch vergitterten, Stall flüchten sie lieber unter diese Bank vor dem niederprasselnden Regen.
Die Bank steht übrigens vor dem Haus mit der Ausstellung alter Puppen und anderen Spielzeugs. Für verspielte Menchen wie ich natürlich ein herrlicher Ort. Bei aller Freude und Begeisterung widerstrebt es mir den leicht verklärten Begleit-Texten zur Kindheit zuzustimmen. Mehr noch als 'kindliche Erlebniswelten' repräsentieren Spielsachen die Auffassung die Erwachsene von Kindheit haben. Welche Werte sie vermitteln wollen, wieviel Freiraum sie Kindern zubilligen wollen und können.
Nahezu alle Spielsachen, die wir heutzutage in unseren Landen unseren Kindern schenken, haben sich Erwachsene ausgedacht. Mal mit liebevoller
Fürsorge, mal mit pädagogisch erhobenem Zeigefinger und oftmals mit
knallhartem kommerziellen Kalkül.
Kindheit, so wir wie sie heute kennen, ist eine noch 'junge Erfindung' in der Menscheitsgeschichte. Mir fällt so vieles ein, was das Bild von der kindlichen Idylle trübt. Englische Arbeiterkinder, die im 19. Jahrhundert mit Morphium ruhig gestellt wurden, weil das einfacher und billiger zu beschaffen war, als Lebensmittel. Bettelkinder im Mittelalter, die bewusst 'verkrüppelt' wurden, weil sie so mitleiderregender und damit erfolgreicher im Gewerbe waren. Kindersoldaten, Kinderarbeit, Gewalt gegen und von Kindern,...
Die Pracht alter Puppenhäuser wurde lange Zeit von armen Kindern für
reiche Kinder produziert. Sie dienten zunächst dazu Mädchen und junge
Frauen auf das gewünschte Rollenbild als Ehefrau und Mutter
(Kinder-Küche-Kirche) zu prägen.
Trotzdem mag ich den Bummel durch Erinnerungstücke aus Kindertagen. Vermutlich besuche ich deshalb so gerne Freilichtmuseen (Bad Sobernheim gehört für mich zu den besten!). Sie knüpfen mehr an meine eigene Geschichte an.
Geschmunzelt, gegrinst und gelächelt habe ich in der "Wäscheausstellung". Die ländliche Reizwäsche hat wirklich ihre eigenen Reize. Besonders die "Männerunterhose im Schritt vorne offen" reizt uns Frauen zu vielerlei - schallendes Gelächter ertönt allenthalben vor diesem Schaustück.
Majestätisch
Mein letzter Urlaubstag gestern hat mich nach Ebersteinburg (Baden-Baden) geführt. Damit fügt sich in die Liste meiner Stippvisiten in deutschen Mittelgebirgen zum Odenwald, Pfälzer Wald, Spessart, Taunus, Hunsrück und Eifel auch noch der Schwarzwald hinzu.
Oben auf dem Battertfelsen stockte mir zeitweilig der Atem - weniger wegen des Aufstiegs, sondern wegen des mächtigen Baumes, dem ich unvermutet gegebnüber stehe. Seine majestätische Wirkung trifft mich unmittelbar und stark.
Diese erhabene Eiche weilt seit über 600 Jahren auf Erden. Die Kraft der Jahrhunderte kann ich regelrecht spüren. Ähnlich eindrucksvoll war die 'Begegnung' mit der 250 Jahre alten Buche auf dem Litermont-Sagenweg . Spannenderweise teilt sich mir der 'läppische' Altesunterschied von 400 Jahren 'lautstark' mit.
LiebesPERLen

Gestern, am längsten Tag des Jahres, bin ich dem Panorama-Weg in Perl gefolgt. Überaus angenehm trotz des regnerischen Wetters.
Auf meinem ersten Wegstück (habe bei der Kneippanlage geparkt) schmunzle ich über die vielen Nacktschnecken, die das feuchte Wetter hervorgelockt hat und beharrlich den Weg überqueren wollen.
Beim Aussichtspunkt am Dreiländereck (Deutschland-Frankreich-Luxemburg) begrüßt mich eine fröhliche Frauenschar mit "Bonjour" und lädt mich zum Essen ein. Auf Bonjour mit Bonjour zu antworten ist mir ein Leichtes. Zu erklären, dass ich grad erst angekommen bin und zunächst nach Bewegung hungere hingegen auf Französisch unmöglich. Statt sich auf 'English' einzulassen, werde ich auf die einzige Deutsch sprechende Dame verwiesen. Sie entpuppt sich als Deutsche. Die Liebe hat sie nach Frankreich verschlagen. Ihr nur Französisch sprechender Mann kommt zwar aus Südfrankreich, doch sie haben sich nach seiner Pensionierung auf's grenznahe Metz als Wohnsitz geeinigt. An der Art, wie sie es erzählt, scheint mir das eine sehr gute Wahl - sowohl der Mann, als auch der Ort. ![]()
Mit einem heiteren "bon appetit" und "au revoir", verabschiede ich mich und marschiere gut gestimmt weiter. Nach der Hälfte der Strecke bricht die Sonne hervor und ich freu mich einmal mehr über diesen herrlichen Flecken Welt.
Am Ende der erholsamen Tour beschließe ich nochmals zu deren Anfang am Aussichtsspunkt zurückzukehren. Hoffe auf nun sonnigere Sicht. Die Nacktschnecken, die ich bereits beim ersten Mal belächelte, sind ein beachtliches Stück vorangekommen ![]()
Im Wald nieselt es erst mal wieder. Hurra, oben angekommen, strahlt die Sonne erneut. Der Ausblick ist wirklich großartig. Während ich noch so freudig vor mich hinstaune, höre ich seltsame Geräusche. Ein Sense schwingender Mann arbeitet sich den Weg hoch. Ein überaus freundlicher, älterer Herr, der für die Markierung des Panoramaweges und vieler anderer der Gegend verantwortlich zeichnet. Seit 30 Jahren betreut er die Wanderwege und leistet Großartiges finde ich! Wandert selbst für sein Leben gerne, am liebsten im Pfälzer Wald. Mir gefällt, das Licht das sich in seinem Gesicht entzündet, wenn er übers Wandern und Wanderwege spricht. Und ich mag die aufmerksame Zuwendung für seine Frau, für deren abnehmendes Leistungsvermögen er passende Wanderziele aussucht. In beiden Fällen - für seine Frau und fürs Wandern - spüre ich lebenslange Liebe und Leidenschaft.
Er erklärt mir die Gegend, wo es deutsch, französisch und luxemburgisch ist, für mich verblassen hier die Grenzen. Ein Teil des Weges, den er von überwuchernden Pflanzen befreit. liegt schon in Frankreich. Hier kann man mit einem Fuß auf deutschem und dem anderen auf französichem Boden stehen bzw. gehen.
Schengen liegt Perl gegenüber und mir wird anschaulich klar, der Ort war mehr als gut gewählt für ein Abkommen über den Wegfall von Personenkontrollen an Grenzen.
Nach einem kurzen Plausch mit mir rückt er den Wucherpflanzen auf der französischen Wegseite zu Leibe und ich strichle ein paar beschwingte Farblinien aufs Papier.
Vor der Rückfahrt geselle ich mich zu dem älteren Ehepaar im Kneippbecken. Das Wasser ist eisig kalt, der geforderte Storchengang ist mir die einzige Art wenigstens eine Runde (Anfängerin = 20 Sekunden) hinter mich zu bringen. Wow, die beiden schaffen täglich eine Viertelstunde - Respekt!
Die Begegnungen in Perl erinnern mich daran: der Rausch des Verliebtseins ist wunderbar, Liebe die sich über Jahrzehnte hält und vertieft noch viel wunderbarer.
Sagenhaft
Meine Wanderlaune hat mich gestern getrieben den Litermont Sagenweg zu erkunden. Einzig auf das Kupferbergwerk musste ich verzichten. Bin mir unsicher, ob's überhaupt offen hatte - mir blieb jedenfalls keine Zeit dafür. Gefehlt hat's mir nicht, weil die Wanderung allein schon überwältigend schön war
Dieser Premiumwanderweg ist tatsächlich vorbildlich ausgezeichnet und mit vielen liebevollen Details gestaltet. Selbst auf schmalen Schlängelpfaden durch den Wald fällt es leicht ihm zu folgen.
An so viel fantastischer urwüchsiger Natur kann ich mich regelrecht berauschen. Vermutlich haben sich all die fiesen kleinen stechenden Biester einen süßen Schwips von meinem Blut geholt.
Es waren übrigens erstaunlich wenig Stiche. Ein paar wohlgenährte Insekten mehr gönne ich der fröhlichen Vogelschar dort nur zu gerne.
Während die Vögel in den Wipfeln sich meist meinen Blicken entzogen, entzückten mich dafür umso mehr die Schmetterlinge. So vielfältig (!) sah ich's schon lange nicht mehr flattern. Traumhaft!
Die schönste Sage erzählte von einer vermutlich keltischen Quellgöttin. Mit ihr kam Licht und Freude, sie verwandelte ödes Land in fruchtbar blühende Landschaft - typisch Frau halt
Einfach so zum schieren Vergnügen loszumaschieren, im Rucksack u.a. Wegzehrung (bevorzuge schlicht Äpfel und eventuell noch ein paar Nüsse, praktisch und nahrreich) und ausreichend zu Trinken, das hat schon was! In solchen Momenten merke ich einmal mehr, wie gut wir es hier haben. Solche Momente genieße ich so ganz und gar. Während solcher Momente überschwemmt mich ein intensives Gefühl positiv geladener Energie, die überlaufen will. Schwer zu beschreiben, leichter zu malen. Beim Malen versetzen mich übrigens die Farben (und Formen), die sich entwickeln, in ähnlich rauschhafte Verzückung.
Na sowas
Derzeit genieße ich ein paar wenige Urlaubstage, die ich am liebsten draußen in der Natur verbringe. Hilft mir ungemein die verbrauchten Kraftreserven mit frischer Energie aufzutanken. Es schrumpft mich zudem auf Normalmaß zurück - und das meine ich sowohl wörtlich (die Pfunde purzeln nur so weg, heissa!) als auch im übertragenen Sinne.
Während ich meine, vom alltäglichen Tumult abgeschiedenen, Ausflusgziele ansteuere, dringt großes und kleines Weltgeschehen über die Meldungen im Radio zu mir durch.
Zum Beispiel über die 'gescheiterte' Kunstinszenierung zur documenta in Kassel. Mal wieder missverstand die Stadtreinigung ein Kunstwerk und beseitigte sicherheitshalber die missverständlichen Spuren. Und dabei hatten die verantwortlichen Behörden zuvor noch bei der documenta gmbh angefragt, ob die weißen Klebestreifen über den Mittelstreifen der Straße "Kunst" seien. Antwort: Nein, also weg damit.
Wer viel auf Deutschlands Straßen unterwegs ist, weiß das vermutlich zu schätzen. Sich im Schilder- und Markierungsdchungel zurechtzufinden, verlangt einiges ab.
Verrückt bei der Antwort "Ja", hätten die Streifen haften bleiben dürfen - was "Kunst" so möglich macht.
Die Künstlerin hat es jedenfalls erfolgreich geschafft, auf sich und ihr Projekt aufmerksam zu machen. Was in Chile als eindrucksvoller künstlerischer Kommentar gegen politische Mißverhältnisse 'funktioniert' haben mag, gerät bei uns mehr zur Groteske um Amtsschimmel und Kunstbetrieb.
Weil sich uns Normalsterblichen die Kunst der documenta verschließt, wir das ja eh nicht verstehen, lobte ein Radiosender eine Reise zur documenta aus. Gewonnen hat eine Lehrerin...
Tatsächlich kam und kommt mir die documenta ein wenig wie von einem anderen Stern vor. Ertappe mich da bei Vorurteilen, sollte sie doch mal durch persönlichen Augenschein überprüfen - schaun wir mal - irgendwann demmächst ... wenn die Ausstellung wirklich 'steht' ![]()
Letztlich stimme ich mit meinem rettenden Engel** aus/im Saarland überein: "entweder ein Kunstwerk spricht zu mir oder nicht. Das ist wie beim Wein, er schmeckt oder schmeckt nicht."
Gestern habe ich eine nette eMail erhalten, weil ein Mensch meine Bilder "sehr ansprechend" findet und das freut mich natürlich irre!
**Wunderbarerweise öffnete sich eine Tür, als gerade ein Wolkenbruch begann. Überaus aufmerksame Menschen sorgten dafür, dass ich wohlbehalten zu meinem Auto zurückkam. Bin noch immer beeindruckt, begeistert und unendlich dankbar!!!
Diese Liebe endet nie
wie immer die Liebesgeschichte auch ausgegangen sein mag.
Zumindest überdauert jene, in Stein gehauene Liebeserklärung, die Lebensspanne der beiden Menschen, deren Initialen festgehalten sind, um ein Vielfaches.
Und ich mag ihnen ein Fortdauern der Liebe bis in alle Ewigkeit (... hinterm Horizont geht's weiter ...) wünschen und uns allen natürlich auch: Liebe im Hier und Jetzt und ewiglich.
Grad erst recht

Mag sich jener Same gesagt haben, der sich entschloss mitten auf einem Durchgang des Schlosses Auerbach bei Bensheim zu wurzeln. Vorausgesetzt ein Samenkorn vermag zu denken und willentliche Entscheidungen zu treffen, versteht sich. Die Ausschnitte oben stammen von einem der beiden begehbaren Burgtürme, um ihn zu besteigen, passiert man/frau eben jenen staunenswerten Baum. Dieser Baum kann mit Fug und Recht "my home is my castle" für sich beanspruchen
"Grad erst recht" denke ich mir jedes Mal, wenn ich Burgtürme erklimme, obwohl ich keineswegs schwindelfrei bin. Solch spektakulären Ausblicke entschädigen mich allemal. Und so ein kleiner Adrenalinschub soll ja ganz nützlich sein... ![]()

Und zugegeben, denke ich auch "grad erst recht", wenn mich jemand mit einer Rosaroten-Tralla-Erwartung an meine Bilder strapaziert. Als ob das Leben nur eitel Sonnenschein böte und wir engelhafte Wesen auf Erden seien. Das Engelhafte kommt mir mitunter abhanden und ich fühl dann ganz irdische Schatten auf mir lasten. Da brodelt gar höllische Wut im Bauch, oder erfasst mich tiefe Trauer oder bohrt Schmerz oder peinigt Angst oder, oder, oder... Ausweichende Schönfärbere ist nun wahrlich nicht mein Ding!
Wandelungen
Noch immer vermag es mich zu erstaunen, wie das gleiche Motiv in neuer, gewandelter Form auftaucht. Insbesondere dann, wenn ich zuverlässig das vermeintliche 'Vorgänger'-Bild aus den Augen und aus dem Sinn ins Land des Vergessens verloren hatte. Zwischen diesen beiden liegen immerhin 4 Monate.
Meine sehr persönliche TransFORMationsphase, die ich gerade 'durchlebe' (wer mich persönlich kennt, weiß worauf ich anspiele) veranschaulicht diese kleine Skizze - so nebenbei im Nachgang meiner aktuellen Naturexkursionen entstanden. Was daraus wohl entsteht?
Wie erwähnt, wandle ich derzeit lieber auf Schusters Rappen durchs Umland, danach fühle ich mich natürlich jedes Mal wie verwandelt. Bei Bedarf ist es inzwischen ein Leichtes Kunst und Natur im Einklang zu erleben. Wanderrouten mit Kunst inklusive sprießen vielerorts aus dem Boden. Mal auf engstem Raum wie der Kulturweg in Neckarsteinach, mal großflächig gestreut wie an der Skulpturenstraße St. Wendel,...
Von wegen gleich
Diese verrückten hochsommerlichen Temperaturen im Mai bringen mich einmal mehr dazu, jede Gelegenheit zur 'Flucht' aus der Stadt hinaus in die 'Natur' zu nutzen. Am liebsten in nahgelegenen schattigen Wald. Hilft mir ungemein dabei frei durchzuatmen.
So vieles fasziniert mich. Jedes Fleckchen hat seine ganz eigene Atmosphäre. Mal scheint die Luft vor spürbarer unsichtbarer Geschäftigkeit regelrecht zu vibrieren, mal umfängt mich vollkommen friedvolle Stille. Besonders schätze ich es, wenn an einem besonders reizvollen Plätzchen eine Bank auf mich wartet, an der ich ein wenig verweilen und die Stimmung mit meinen Farbstiften auf Papier festhalten kann - möglichst in einer insektenfreien Zone. Natur birgt auch Nachteile...
Kleinigkeiten können mich entzücken. All die schönen, bezaubernden und bizarren Formen. Ein Reh, das über den Weg huscht, nachdem es mich scheinbar wohwollend beäugt hat, ein Specht, der unbeeindruckt im Dunkeln mit seinem Schnabel gegen eine Birke klopft, ein Vogel, den ich für einen Kuckuck halte.
Manchmal durchstreife ich so unheimliche wirkende Plätze - da bin ich mehr als geneigt all die wundersamen Wesen aus Märchen und Legenden für bare Münze zu nehmen.
Teil all dieser Pracht zu sein, finde ich immer wieder aufs Neue
faszinierend und sogar erhebend. Da fühle mich gleichermaßen ganz klein
wie ganz groß. Zugleich gemahnen solche 'Waldläufe' an den Kreislauf
von Werden und Vergehen und wieder Werden, der zu unserem Dasein
dazugehört.
So ein Wahnsinn
Mein Sonntagstripp hat mich nach Rüdesheim geführt. Verrückter Weise hatte ich die Idee durch die Weinberge zu spazieren. Dabei hab ich die Wirkung der prallen Sonne etwas unterschätzt und mir prompt einen Sonnenbrand geholt. Diese Wahnsinnstemperaturen 'verdanken' wir der globalen Erwärmung. Meldung im Radio "Wegen der anhaltenden Dürre (?!) in Deutschland steigen die Preise für Lebensmittel...".
Rüdesheim am Rhein, ein kleines übersichtliches, idyllisches Städchen mit mittelalterlichem Gepräge, erfreut sich großer Beliebtheit bei in- und ausländischen Touristen. Besonders bekannt ist die Drosselgasse. Dort reiht sich Weinlokal an Weinlokal und Souvenirgeschäft an Souvenirgeschäft. Während der großen Ferien- und Reisesaison wälzen sich Menschenmassen durch die beschaulichen Gassen - so irre!
Meine kleine Tour führte von der Abtei St. Hildegard durch das umgebende Naturschutzgebiet, über das Niederwalddenkmal, den Brahmsweg runter nach Rüdesheim zurück, weiter zu einem Besuch des Foltermuseums und endete mit einem kleinen Bummel durch das schöne Städtchen.
Die Abtei St. Hildegard widmet sich u.a. dem Andenken der berühmten Ordensfrau Hildegard von Bingen. Plätze wie die Klosterkirche laden zu innerer Einkehr und Innehalten ein (dafür brauchts für mich kein spezielles Religionsbekenntnis). Hildegard von Bingen fasziniert heute noch/heute wieder. Schaut man isoliert und eher oberflächlich auf ihren Lebensweg, ihr Wirken und Werk, entsteht leicht ein verklärtes Bild ihrer Zeit, hab ich bei mir bemerkt.
Die Ernüchterung folgte beim Streifzug durch die Geschichte der Folterung des Mittelalters im "Foltermuseum". Etwa zur Lebenszeit Hildegards von Bingen 'entstand' die Inquisition. Unfassbar und ohne solche Veranschaulichung mit den Museumsstücken mir unvorstellbar, was Menschen sich anzutun vermögen. Viele der gezeigten Foltergeräte gab's schon früher und schlimmer noch, viele der Geräte und Techniken gibt es nach wie vor. Im Mittelalter waren in hohem Maße Frauen das Ziel der Folter und der damit verbundenen 'Maßregelung'. Besonders perfide an diesem System war die Unausweichlichkeit im Falle eine Anschuldigung. Letztlich bestätigte alles die Anklage. Sollte sich doch die Unschuld herausstellen, hatte das Opfer für gewöhnlich längst mit dem Leben bezahlt.
Am meisten erschüttert mich, dass der Folter-Wahnsinn noch immer nicht überwunden ist. Selbst aus solch 'zivilisierten' Ländern wie den USA tönt es rund 1.000 Jahre danach, dass die Folter ein legales Mittel der Befragung sei und unter Folter abgerungene Geständnisse rechtens und glaubwürdig. Unfassbar und doch traurige Wahrheit.
Bei meinem Zwischenstopp am Niederwalddenkmal konfrontierte mich diese überdimensionierte Germania mit dem Gestalt gewordenen nationalen Größenwahn, der in der jüngeren Geschichte fataler Weise häufiger Deutschland und von Deutschland aus den Rest der Welt heimsuchte.
Während im Hintergrund kitschige Volksmusikklänge ertönten, noch bevor mich das Foltermuseum auf den Boden schrecklicher Wahrheiten zurück holte, hatte ich Laune ein wenig vor mich hinzukritzeln:
Mögen wir alle täglich friedlich dazu beitragen, dass unsere Welt für jeden einzelnen lebenswert wird und bleibt!
Skulptur aus der Natur
Dieser verrückte Frühling, der längst schon mehr ein Sommer ist, verlockt zum Spaziergang durch die Natur - zum Beispiel ins Dahner Felsenland 'drüben' in der Pfalz.
Die Farben, Formen, Klänge und Düfte in der Pflanzen- und Tierwelt verblüffen mich mit ihrer Vielfalt und Intensität immer wieder aufs Neue.
Besonders liebe ich es, wenn ich auf meinem Weg unvermutet imposante bizarre Gebilde finde. Obwohl mir jeder Baum an sich schon wie ein Wunderwerk erscheint, ragen manche zusätzlich als 'natürliches' Kunstwerk heraus:
Das Dahner Felsenland gilt als eines der Siedlungsgebiete des Elwetritsches einem sagenumwobenen Tier, dessen Vorkommen auf die Pfalz beschränkt zu sein scheint.
Während einer kleinen Rast mit Blick auf den Elwetritsch-Horst konnte ich für eine Sekunde eines dieser scheuen Wesen erspähen... Allerdings blendete mich gestern die strahlende Sonne doch sehr, sodass ich nur einen ganz groben skizzenhaften Eindruck des Elbetritsches festhalten konnte
ART WORLD PROJECT
Einige meiner FreundInnen, ich und viele andere KünstlerInnen sind bereits der Einladung gefolgt "to be a part of famous art":
Heute ist Earth Day
Das heutige Google-Logo erinnert uns sowohl an den Earth Day als auch an die Konsequenzen der weltweiten Klimaänderungen, dem Abschmelzen der Pole - vor Jahren noch prognostiziert, inzwischen bittere Wahrheit.
Heute ist ein so strahlend schöner Tag. Die Sonne schenkt uns leuchtendes Licht und wärmende Temperaturen - herrlich draußen in der Natur - man mag nur zu gerne vergessen, dass es vermutlich viel zu warm für diese Jahreszeit ist.
Bei Theodor Storms Regentrude vermochte noch die Liebe und ein wenig Magie gegen die Dürre zu helfen. Über 140 Jahre später müssen wir schon deutlich mehr tun !
Hurra
Mein Bild Sambalsa wurde für die 'Staff Picks Seite' bei Sistino ausgewählt. ![]()
Stets das gleiche, weil es immer anders ist

Endlich ist auch der Wordpress-b2evolution-B.Log-Umzug geschafft - Hurra!!!!!!!!!!!!!!!! ![]()
Und es gab nur einen kleinen Fehlstart mit Neuinstallation. So sind halt meine Verhaltensmuster...
Welche Blog-Software die richige ist, hängt unter anderem vom jeweiligen Zweck ab. Für einen mehrsprachigen B.Log kenne ich keine bessere - und ich hab mir viele angeschaut, manche ausprobiert und endlich meinen persönlichen Favoriten gefunden.
Meine Bilder (naja, die meisten) sind inzwischen ebenfalls online und mein Blick ist be(f)reit für neue Abenteuer.
Schaue ich zurück, dann bin ich mitunter geneigt zu sagen, das ist ja stets das gleiche. Die gleichen( Lern)Erfahrungen beim Seitenmanagement. die gleichen Erfahrungen beim Malen, die gleichen Farben, ...
Eine sehr liebe Freundin bedauerte kürzlich, stets die gleichen Fehler zu machen. Ihr Hinweis machte mir klar, dass wir niemals die gleichen Fehler machen bzw. Erfahrungen wiederholen - allenfalls ähnliche. Ähnlich ist eben nur fast gleich, also anders. Wunderbar veranschaulicht in der romantischen Filmkomödie "Und täglich grüßt das Murmeltier" (wofür Kintopp so alles gut ist).
Obwohl Bill Murray jeden Morgen aufs Neue an selber Stelle in gleicher Weise aufwacht, variiert er die Erlebnisse dieses einen Tages unzählige Mal (unterstelle mal die Unzähligkeit). Und so probiert er aus und erforscht seine Umgebung, die Menschen und sich selbst auf seine Art, immer sich selbst ähnlich bleibend und jedes Mal anders. In bester Hollywood-Manier so lange, bis er sich menschlich weiter 'entwickelt' hat, um der Liebe seines Lebens würdig zu sein (lächel).
Natürlich bleibe ich mir immer ähnlich, wiederhole Muster zum Mißerfolg wie zum Erfolg - diese Selbstähnlichkeit macht mich unter anderem aus. Dennoch verharre ich keinesfalls in einer Endlosschleife. Nichts ist so stet wie der Wandel und dem sind wir alle permanent unterworfen.
Hinter dem gespiegelten Bild "Liebe ist ja sooo schööön " liegt noch "Selige Streifen " und "Hippie Yippie Yeah " - Alle drei in den gleichen Farben (Rosa-Rot-Lila-Orange-Gelb) gemalt, ziemlich ähnlich und so ganz anders jeweils.
Heute ist Internationaler Frauentag
Allemal besser als der Muttertag.
Wer noch nicht weiß, was der Internationale Frauentag so ist, wer ihn ‘erfunden’ hat und warum die Geschenk-Industrie** ihn (noch immer) vernachlässigt, kann nach “Frauentag” googeln (yahoohen) oder mal zunächst bei wikipedia guggen.
** Allerdings hat mich ein Radiospot überrascht, bei dem allen Frauen über 18 am 8. März ein Nachlasss von 18% angeboten wurde. Na toll...
Abstraktem Form verleihen
- Das Leichte an einem abstraktem Gemälde ist die Form loszulassen.
- Das Schwere an einem abstraktem Gemälde ist die Form loszulassen.
Wie so oft trifft beides zu.
Meine Bilder sind immer Momentaufnahmen, sie reflektieren mein inneres Geschehen, Fühlen, DaSein. Insofern war es vollkommen stimmig meinen strahlenden Optimismus in leuchtend helle Farben zu fassen. Anfangs zauderte ich noch, weil ein Teil von mir sooo viel lieber etwas ‘Gegenständliches’ malen wollte.
Doch “Hoffnung” hat nun mal keine konkrete Form, ist eben ein abstrakter Ausdruck für etwas, was wir konkret in uns (für) wahr-nehmen.
Wunderbar, weil fast schon ein kleines Wunder, finde ich es, wenn sich in meinen abstrakten Bildern, die Vorstellungen der BetrachterInnen ebenfalls widerspiegeln, wie bei “Es ist Hoffnung ”. ![]()
Trolle, Zwerge, Riesen, Marsianer…
Seit Kindertagen liebe ich Märchen, Fabeln, Science Fiction - Geschichten voller Fantasie und Wunder, in denen alles geschehen kann. Obwohl ich bezweifle all diesen fantastischen Gestalten und Abenteuern in Wirklichkeit zu begegnen, liebe ich es noch immer davon zu träumen.
Sich das Unglaubliche vorzustellen, ohne Zensur und Begrenzungen ist so leicht wie schwer. Erwachsenwerden konfrontiert uns meist mit den Hindernissen des ‘erwachsenen Daseins’. Wir lernen uns an so viele Regeln anzupassen, dass wir oft den unschuldigen Zugang zur Welt vergessen, den wir als Kind hatten. Auch dann, wenn die eigene Kindheit mehr aus harten, denn glücklichen Tagen bestand, wie bei mir.
Es ist eine großartige Erfahrung, die Furcht vor den eigenen Träumen zu verlieren. Inzwischen finde ich zurück, zu der naiven Freude solche seltsamen Kreaturenen auf die Welt zu bringen. Jedes Mal, wenn so ein skurriles Wesen aus meinem Pinsel krabbelt, erstaunt es mich zunächst. Je mehr es heran wächst, um so mehr nehme ich es einfach an und möchte es mit so viel Liebe wie irgend möglich erfüllen.
Die meisten meiner Kinderbilder habe ich längst weg gewofen, nur einige ganz wenige habe ich aufbewahrt. Zwei Beispiele sind links zu sehen. Rechts, das ist mein aktueller “Nacht-Troll” (leider lausig fotografiert).
Liebevoller Valentin
Das größte Geschenk im Leben ist die Liebe. Die Liebe zu uns selbst, wie zu jedem (menschlichen) Wesen auf der Welt. Und natürlich ganz besonders die Liebe von und zu uns nahestehenden Menschen. Liebe ohne Tränen, Lügen und Angt. Liebe ohne Vorurteile, unbezahlbar und ganz umsonst.
Ein liebendes Herz ist erfüllt von unschuldiger Freude und weiser Einsicht - freu dich darüber und erfreue uns damit.
Auf die Plätze, fertig, los!
Am 9.7.2004 entschied ich mich dafür, meine, mehr als 30 Jahre
alten, Wasserfarben aus meiner Schulzeit hervorzukramen. Ich wollte
herausfinden, ob die Malmethode von Michele Cassou für mich funktioniert und ob mir das Malen überhaupt gefällt.
Meine ersten Versuche sind nur für mich bedeutungsvoll. Sie bringen
mich noch immer zum Lächeln. Höchste Zeit diesen Spaß mit meinen
Freundinnen und Freunden weltweit zu teilen. ![]()
Es spielt keine Rolle wo wir beginnen,
es zählt bloß, wo wir ankommen.
Abends am Fluss
Diese lustige Szene purzelte im Jahr 2004 einfach so aus meinem Pinsel.
Hab erst vor kurzem entdeckt, dass sie hervorragend zu dem Märchen “Mummelchen” von Manfred Kyber passt.
FarbenFroh
Treibt’s die Welt mit mir mal wieder bunt
denk ich für mich bloß “na und?!”
immerhin bringt sie Farbe in Spiel
grauen Trübsinn gibt’s sowieso zuviel.
(Gedicht stammt aus dem Jahr 1995)




































